Umzug nach Münster – bewährte Tipps fürs Planen und Ankommen
Münster wartet schon auf euch. Ihr plant den Umzug nach Münster oder seid schon mittendrin? Dann wird es Zeit für einen Überblick, oder? Gerne haben wir euch in diesem Artikel hilfreiche Tipps und Tricks zusammengestellt.
Mit dem Fahrrad natürlich – denn das ist hier weniger Freizeitvergnügen als Grundbedingung des Stadtlebens. Aber bevor ihr das erste Mal auf zwei Rädern über den Prinzipalmarkt rollt und euch offiziell als Münsteraner fühlt, gibt es ein paar Dinge, die den Übergang deutlich entspannter machen. Hier kommt, was sich wirklich bewährt hat.
Umzug nach Münster – Vorbereitung zählt
Münster ist eine der begehrtesten Unistädte Deutschlands. Das klingt schön, bedeutet für Münsters Wohnungsmarkt aber: heiß umkämpft, Preise im Aufwärtstrend, Wartelisten keine Seltenheit.
Wer plant umzuziehen, sollte die Suche idealerweise drei bis sechs Monate vorher starten. Plattformen wie ImmobilienScout24, WG-Gesucht und der lokale Anzeiger sind die Klassiker – aber auch Facebook-Gruppen wie „Wohnungssuche Münster“ können überraschend ergiebig sein.
Meldet euch dort ruhig aktiv mit einem kurzen Steckbrief: Wer seid ihr, wann sucht ihr, was braucht ihr? Persönliche Posts kommen oft besser an als anonyme Anfragen.
Die Stadtteile kennenlernen – bevor ihr unterschreibt
Münster ist nicht gleich Münster. Wer ruhig wohnen möchte, schaut sich Hiltrup oder Wolbeck an. Wer mitten im Trubel sein will, ist im Kreuzviertel oder rund um die Altstadt gut aufgehoben.
Das Hansaviertel gilt als aufstrebend, Gievenbeck ist bei Familien beliebt und liegt trotzdem nah an der Uni. Fahrt vor dem Unterschreiben unbedingt selbst durch die Viertel – am besten zu verschiedenen Tageszeiten. Eine Wohnung, die morgens idyllisch wirkt, kann abends eine ganz andere Atmosphäre haben.
Mehr zu Münsters Stadtteilen findet sich in diesem Artikel >>>
Umzug nach Münster – Organisation und Ankommen
In Deutschland gilt: Innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug muss die Adresse beim Einwohnermeldeamt angemeldet werden. In Münster ist das Bürgerbüro zuständig, Termine gibt es online über die städtische Website.
Ihr benötigt dafür euren Personalausweis oder Reisepass sowie eine Wohnungsgeberbestätigung vom Vermieter. Klingt bürokratisch, ist aber schnell erledigt – und ohne Anmeldung hängt vieles andere in der Luft: Bankkonto, Krankenversicherung, Kfz-Zulassung.
Das Fahrrad ist kein Spaß, das ist Pflicht
Wer nach Münster zieht und kein Fahrrad hat, sollte das schnell ändern. Die Stadt hat mehr Fahrräder als Einwohner – das ist keine Übertreibung, das ist Statistik. Das Radwegenetz ist ausgebaut, die Promenade (ein baumgesäumter Ringweg um die Altstadt) ist ein tägliches Vergnügen.
An den meisten Orten kommt man mit dem Rad schlicht schneller ans Ziel als mit dem Auto. Gebrauchte Räder findet ihr günstig auf Kleinanzeigen, auf dem Fahrradmarkt an der Loddenheide oder bei lokalen Fahrradläden. Investiert auch in ein gutes Schloss – Fahrraddiebstahl ist leider ein echtes Münsteraner Alltagsproblem.
Auf dem Wochenmarkt ankommen
Klingt vielleicht nach Klischee, ist aber einer der besten Tipps für eine schnelle Eingewöhnung: Geht auf den Wochenmarkt rund um den Dom. Dienstag, Donnerstag und Samstag – vor allem samstags wird er zum gesellschaftlichen Ereignis.
Frische Produkte aus der Region, Blumen, Käse, Fisch, Brot und dazwischen Leute, die sich kennen und reden. Wer regelmäßig kommt, lernt Gesichter kennen, findet Empfehlungen und fühlt sich schneller als Teil der Stadt.
Behördenkram gebündelt angehen
Neben der Ummeldung gibt es noch ein paar andere Dinge, die ihr zeitnah erledigen solltet. Falls ihr ein Auto mitbringt, muss es auf die neue Adresse umgemeldet werden – das läuft über die KFZ-Zulassungsstelle.
Wer GEZ zahlt, meldet die neue Adresse beim Beitragsservice an. Bankkonten, Abonnements, Arztpraxen, Arbeitgeber – all das braucht die neue Anschrift. Eine einfache Checkliste (zum Beispiel auf umzugsratgeber.de oder direkt über die Post, die einen Nachsendeauftrag anbietet) hilft, nichts zu vergessen.
Umzug nach Münster – es lohnt sich
Münster ist nicht laut und nicht schnell. Es ist eine Stadt, die ein bisschen Zeit braucht, bis man sie wirklich versteht – und dann lässt sie einen nicht mehr los.
Die Kneipenkultur rund ums Kuhviertel, die Seen am Stadtrand (der Aasee ist im Sommer Pflichtprogramm), das Kulturangebot mit Theater, Kunstmuseum und dem LWL-Museum, die unzähligen Cafés und kleinen Läden in den Nebenstraßen: Münster hat viel zu entdecken, wenn man sich erstmal eingelebt hat.
Gebt euch ein bisschen Zeit, bevor ihr ein endgültiges Urteil fällt. Viele, die anfangs gezögert haben, sind heute die lautesten Münster-Fans. Und wenn ihr dann das erste Mal im Regen auf dem Fahrrad sitzt, die Kapuze hochzieht und trotzdem irgendwie gut drauf seid – dann seid ihr angekommen.
Herzlich willkommen in einer der schönsten Städte der Welt!
Mehr zu Aktivitäten in MS könnt ihr in diesem Artikel nachlesen >>>










